01 / 06Dämmerungsaktiv
Rotfuchs
Eines der anpassungsfähigsten Säugetiere Europas – am Waldrand ebenso zu Hause wie am Ortsrand. Füchse hören Mäuse sogar unter der Schneedecke und springen mit erstaunlicher Präzision zu.

Wildtierschutz, Lebensraumpflege und ein verantwortungsvolles Miteinander von Mensch und Natur in der Region rund um die Teck.
Zwischen Waldrand, Streuobstwiese und Ortschaft überschneiden sich jeden Tag die Lebenswelten von Mensch und Tier. Genau an dieser Grenze setzt Wildtierschutz an: die Landschaft aufmerksam beobachten, die Tiere verstehen, die in ihr leben – und beiden Seiten helfen, sie gut miteinander zu teilen.
„Guter Naturschutz ist vor allem Geduld, Beobachtung und die stille Arbeit, die niemand sieht.“
Auf das Wohl heimischer Arten achten – und auf die Bedingungen, die sie zum Leben brauchen.
Wälder, Wiesen und Gewässer regelmäßig beobachten, um Veränderungen früh zu erkennen.
Praktische Hinweise für Anwohner, Spaziergänger, Landwirte und Familien in der Nähe von Wildtieren.
Ruhiger, fachkundiger Rat, wenn sich Mensch und Tier unerwartet begegnen.
Führungen, Vorträge und Gespräche, die helfen, die Landschaft ringsum zu lesen.
Die Vielfalt des Lebens wertschätzen – vom Käfer im Totholz bis zum Greifvogel am Himmel.
Praktische Pflege, die Lebensräume gesund, vernetzt und widerstandsfähig hält.
01 / 06Dämmerungsaktiv
Eines der anpassungsfähigsten Säugetiere Europas – am Waldrand ebenso zu Hause wie am Ortsrand. Füchse hören Mäuse sogar unter der Schneedecke und springen mit erstaunlicher Präzision zu.
02 / 06Waldrandbewohner
Ein scheuer Bewohner von Waldrändern und Feldern. Rehe haben eine Keimruhe: Die Paarung findet im Sommer statt, die Kitze kommen aber erst im folgenden Frühjahr zur Welt.
03 / 06Nachtaktiv
Dachse leben in Familiengruppen in unterirdischen Bauen, die über viele Generationen genutzt und erweitert werden. Sie sind sehr reinlich und lüften und erneuern ihr Nistmaterial regelmäßig.
04 / 06Spuren im Wald
Oft kennt man sie eher an ihren Spuren als vom Sehen: umgewühlter Boden und Suhlen wie diese. Das Suhlen kühlt und hilft gegen Parasiten. Wildschweine sind intelligent und leben in Rotten, die von Bachen geführt werden.
05 / 06Offenland
Anders als Kaninchen graben Hasen keine Baue – sie ruhen in einer flachen Mulde, der Sasse. Junghasen kommen mit Fell und offenen Augen zur Welt, und ein Hase erreicht im Sprint bis zu etwa 70 km/h.
06 / 06Heimische Vögel
Das bekannte „Hu-huuu“ nächtlicher Wälder. Waldkäuze sind sehr reviertreu und bleiben oft ein Leben lang im selben Waldstück.
Erkennbar am tief gegabelten Schwanz, wenn er tief über offene Felder gleitet. Ein großer Teil aller Rotmilane weltweit brütet in Deutschland.
Das schnelle Trommeln im Frühjahr an toten Ästen ist ein Reviersignal – keine Nahrungssuche. Häufig in Mischwäldern und Gärten.
Einer der wenigen Vögel, die auch im Winter singen. Männchen wie Weibchen besetzen Reviere und verteidigen sie mit Gesang.
Wildtiere haben ihren eigenen Takt. Die Arbeit draußen folgt dem Rhythmus des Lichts – vom ersten Vogelruf bis zur Stille nach Einbruch der Dunkelheit.
Die ersten Stunden des Tages verraten am meisten. Rehe ziehen von den Feldern zurück in die Deckung, die Vögel beginnen ihr Konzert, und frische Spuren sind im Tau noch klar zu lesen. Zeit für stilles Beobachten, für Notizen zu Vorkommen und Verhalten und einen Blick auf den Zustand der Lebensräume.
Die meisten Tiere ruhen tagsüber – die richtige Zeit für die praktische Pflege ihrer Lebensräume: Hecken, Waldränder, Wiesen und Bachufer. Der Tag gehört auch den Gesprächen mit Grundbesitzern, Spaziergängern und Nachbarn.
Wenn das Licht schwindet, erwacht die Landschaft erneut. Füchse, Dachse und Wildschweine werden aktiv, Fledermäuse jagen über dem Wasser. In der Dämmerung werden Bewegungsmuster sichtbar – und Wildtiere treffen am häufigsten auf Straßen, Gärten und Felder.
Die Nacht gehört den Tieren. Guter Naturschutz heißt auch zu wissen, wann man sich zurücknimmt: wenig Licht, wenig Lärm, viel Abstand. Vieles, was wir nachts lernen, verdanken wir dem, was wir bewusst nicht stören.

Unterhalb des steilen, bewaldeten Albtraufs ist das Land rund um Kirchheim unter Teck ein Mosaik: Buchenwald an den Hängen, Streuobstwiesen und Weiden, Äcker in den Tälern und kleine Bäche, die alles miteinander verbinden. Jedes Stück ist ein Lebensraum – und die Verbindungen dazwischen sind ebenso wichtig.
Schatten, Schutz und Totholz – Heimat für Spechte, Eulen, Dachse und unzählige Insekten.
Blühendes Grünland und alte Obstbäume bieten Bestäubern, Vögeln und Kleinsäugern Lebensraum.
Äcker und Feldraine, wo sich Hase, Reh und Greifvögel den Raum mit der Landwirtschaft teilen.
Lebensadern der Landschaft – für Wasser, Insekten und Wildtiere vom Hang bis ins Tal.
Hecken und Grünstreifen, auf denen Tiere sicher zwischen Lebensräumen wechseln können.
Gesunde Ökosysteme brauchen mehr als geschützte Flächen – sie brauchen Menschen, die verstehen, was sie sehen, und respektvoll handeln. Schon ein paar einfache Gewohnheiten machen für die Tiere um uns herum einen echten Unterschied.
Aus der Distanz beobachten und Tiere sich natürlich verhalten lassen. Ein Fernglas ist besser als jeder Schritt näher. Ändert ein Tier Ihretwegen sein Verhalten, sind Sie zu nah.
Auf den Wegen bleiben, Hunde in der Brut- und Setzzeit im Frühjahr nah bei sich führen und Wildtiere niemals füttern. Ein Kitz allein im Gras ist in aller Regel nicht verlassen.
Abfall wieder mitnehmen, Gärten mit Hecken statt Zäunen tierfreundlich gestalten und auf Straßen am Waldrand langsam fahren – besonders in der Dämmerung.
Verletztes Tier, Wildunfall oder etwas Ungewöhnliches? Im Notfall 110 oder 112 wählen. Bei nicht dringenden Anliegen die zuständigen örtlichen Behörden kontaktieren.
[Vollständiger Name] ist im Wildtierschutz tätig, mit Sitz in Kirchheim unter Teck, und arbeitet in den Wäldern, Wiesen und Feldern der umliegenden Region.
Die Arbeit ist praktisch und bodenständig: viele Stunden draußen, Spuren und Zeichen lesen, verstehen, wie Tiere die Landschaft im Lauf der Jahreszeiten nutzen – und dieses Wissen in klare, ruhige Hinweise für die Menschen vor Ort übersetzen.
Werdegang, Ausbildung und Qualifikationen: [folgt vom Inhaber]
Fragen zu Wildtieren in Ihrer Nähe, ein Vortrag für Schule oder Verein oder Tipps zum Zusammenleben mit Tieren – melden Sie sich gern.